Willkommen in Bernau
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Modellprojekte machen Schlagzeilen

Bürgermeister André Stahl
André Stahl

Schwung für Bernau

Stand: November 2016

In die Schule kommt man zum Lernen. In Bernau gibt es ganz neu noch eine weitere Motivation. Hier werden alle, von den ABC-Schützen bis zu den Abiturienten, mit leckerem Obst verwöhnt. Kostenlos!

Bürgermeister André Stahl war diese Idee ein Herzens­anliegen. Schließlich hat sich Bernau das Thema Gesundheit schon lange „auf die Fahne“ geschrieben. Die Obst-Kosten sind durchaus überschaubar. Gerade einmal 300 000 Euro im Jahr kostet dies die Stadt. Wenn ein ähnliches Programm wie angekündigt ab 2019 bundesweit kommt, kann man auf Erfahrungen von hier bauen.

Neues Wohnen im Pankepark
Die derzeitigen Kosten in Bernau dürften allerdings bald ansteigen. Denn die Stadt wird erheblich wachsen. Am Schönfelder Weg sollen in den leerstehenden Gebäuden vom früheren „Heeresbekleidungs­nebenamt“, das nach dem Krieg von der „Roten Armee“ genutzt wurde, 650 attraktive Wohnungen entstehen. „Die Häuser sind alle durch Keller miteinander verbunden, so dass wir dort den nach dem Flughafen Tempelhof zweitgrößten zusammenhängenden Gebäudekomplex von Deutschland haben“, klärt André Stahl auf. „Wir werden also bald mehr Kinder haben, für die Plätze in Kitas und Schulen geschaffen werden müssen“, denkt der Bürgermeister schon weiter. Er geht davon aus, dass es in Bernau innerhalb von fünf Jahren 2 500 neue Wohnungen geben wird. Davon zeugen viele Bauflächen, auf denen teilweise binnen weniger Monate neue Eigenheime fertig werden. Zudem sind schmucke Mietwohnungen im Bau, wie sie die „Wohnungsgenossenschaft Einheit“ gerade am Genossenschaftsweg entstehen lässt.

Kita von früh bis spät
Bei so vielen neuen Bernauern wird das Obst in der Schule wohl knapp werden. Dieses Modellprojekt ist aber nicht das Einzige. Ganz neu gibt es hier eine Kita, die von früh bis spät geöffnet hat. Leiterin Stefanie Raupach bietet in Schönow jeden Werktag von fünf Uhr morgens bis 20 Uhr abends Betreuung an. „Dies ist ein Pilotprojekt, das vom Bundesfamilienministerium unterstützt wird“, weiß André Stahl.

Europaweit im Blick
Wie sehr Bernau als Gesundheitsstandort gefragt ist, zeigt die bedeutende Stellung vom Herzzentrum: „Professor Johannes Albes und Professor Christian Butter sind weithin dafür bekannt, dass sie als eine der ganz wenigen schonende Hybrid-Operationen durchführen. Das bedeutet, dass aus einem minimal­invasivem Eingriff nahtlos auf eine längere Operation umgeschaltet werden kann, ohne dass eine neue Narkose notwendig wird“, ist André Stahl beeindruckt. Die Klinik ist gerade dabei, ein neues Bettenhaus zu bauen.

Schönes Schönow
In Schönow kann man sich mehrfach freuen. Die dortige Grundschule erhielt die lange gewünschte Zweifeld-Sporthalle. Dafür wurden 2,4 Millionen Euro ausgegeben. Bereits vorher war ein neues Schulgebäude samt Mensa entstanden. Insgesamt gibt die Stadt für den gesamten Komplex zwölf Millionen Euro aus. Daneben kommt einem der ursprüng­liche Jugendstilbau klein und niedlich vor. „Nun muss noch der Schulhof ausgestaltet werden“, kündigt André Stahl an. Als Weiteres hat der größte Ortsteil von Bernau ein neues Feuerwehrgebäude bekommen. Gerade sind Bauarbeiter dabei, die Ortsdurchfahrt grundhaft zu sanieren. „Die Straße ist aus unerfindlichen Gründen überbreit. Jetzt wird die Fahrbahn verengt, dafür gibt es am Rand Parkbuchten. Beleuchtung und Gehwege werden ebenfalls neu“, zeigt André Stahl Sinn fürs noch schönere Schönow.

Vermieten statt mieten!
Im mittelalterlichen Bernau soll es 2017 mit dem neuen Rathaus losgehen. „Im Frühjahr wird das Gebäude schräg gegenüber vom historischen Rathaus abgerissen. Wir gehen von einer dreijährigen Bauphase aus. An Kosten sind 15,8 Millionen eingeplant. Wenn die Verwaltung von bisher sechs Standorten auf den Neubau konzentriert werden kann, wird dies zu mehr Effizienz führen, was sich mit den Jahren auszahlen wird. Zudem sparen wir dann viel Miete“, beschreibt André Stahl die Vorteile. Anstatt Miete zu zahlen, möchte er lieber welche einnehmen. So soll das denkmalgeschützte Kantorhaus, das zeitweise für Ausstellungen genutzt worden war, als attraktiver Raum für sanfte gewerbliche Nutzung ausgeschrieben werden.

Neuer Wind für Treff 23
Von hier aus sind es nur wenige Schritte zum beliebten „Treff 23“ in der Breitscheidstraße. Das vielgenutzte Haus in der Nachbarschaft der Bibliothek soll 2018 einer Modernisierung unterzogen werden. „Dabei geht es unter anderem um einen Aufzug, damit Rollstuhlfahrer hier ebenfalls unterwegs sein können“, so der Bürgermeister. Das Rathaus erhielt bereits vor Jahren an der Rückseite einen Außenlift. Das ist jetzt sehr hilfreich, denn gerade wird die Haupttreppe erneuert, weil immer wieder Brautpaare ins Straucheln gerieten.

Wirt gesucht
Die Idee zur Belebung des Gebäudes ist momentan in der Warteschlange: „Ich hätte gerne einen gemütlichen Ratskeller in den historischen Gewölben. Der Umbau wäre kein Problem, aber wir müssen erst einen Betreiber finden.“ Bei aller Vorliebe für Obstteller und andere kulinarische Genüsse will Bernaus leutseliger Bürgermeister ungern selbst am Zapfhahn hinterm Tresen stehen!