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Heiße Töne aus dem Pfarrhaus-Dachboden: Kompositionen mit der Zahnbürste

0157/71530181 0157-71530181 015771530181
Die Open Stage e.V.
Mathis Bärmann
Telefon:01 57/71 53 01 81
Website:www.dieopenstage.de

Auftritte für jeden

Stand: November 2020

Zum Zähneputzen nie ohne Handy! Mit dieser Gewohnheit sorgt ein Bernauer immer wieder für neue Töne!

Denn ausgerechnet bei der Morgentoilette kreiert Mathis Bärmann viele seiner Kompositionen. „Mir fallen dabei oft Melodien ein. Wenn ich die nicht gleich aufs Smartphone summe, vergesse ich sie“, verblüfft er. Der Bernauer aus Schönow ist so talentiert, dass er als gerade mal 17-Jähriger bereits mit einem Kompositionspreis ausgezeichnet wurde. Obwohl er seine Schöpfungen eher im Bereich der „leichten klassischen Musik“ ansiedelt, wurde er bekannt, weil er ein komplettes Musical vertont hat!

Mathe und Musik
„Dr. Keinsteins Koffer“ war ein Projekt der örtlichen Musikschule. Trotz dieser Erfolge kennen ihn die meisten aus einem völlig anderen Grund: Der heute 22-Jährige organisiert zusammen mit Leonard Bertram, seinem gleichaltrigen Freund aus Schultagen, als Auftrittsplattform die „Open Stage“.
Dabei heißt es momentan, viel zu koordinieren, denn Bärmann studiert gerade in Potsdam, um Lehrer für Musik und Mathe zu werden. „Diese Kombination ist zwar ungewöhnlich, aber es sind diese beiden Fächer, die mich besonders interessieren“, begründet er. Dass Zahlen und Noten eng zusammenhängen, weiß man aber schon länger, spätestens seit Albert Einstein in seiner Person auf beide Begabungen aufmerksam machte.

Junge Talente
Mittlerweile kann die „Auftrittsplattform für junge Talente“ das runde fünfjährige Jubiläum feiern. „Wir bieten damit eine Chance für diejenigen, die sich sonst nicht richtig trauen. Die anderen haben in der Regel ja entsprechende Möglichkeiten“, beschreibt Mathis Bärmann das Konzept. Die erfolgreiche Veranstaltungsreihe entstand aus einer Schüler-Idee: „Wir sind auf das Paulus-Praetorius-Gymnasium gegangen. Hier gibt es jedes Jahr zwei große Konzerte. Allerdings wurden die interessierten Schüler immer mehr, so dass nicht alle mit­machen konnten. Für diese schufen wir die ‚Open Stage‘ als Alternative.“

Neuer Verein
Mit dem Abitur ging logischerweise die Bindung zur Schule verloren: „Wir riefen deshalb 2016 unseren Verein ins Leben. Es gibt nun jedes Jahr eine große Veranstaltung zu Weihnachen in der St. Marien-Kirche. Zudem können wir den Dachboden vom Pfarrhaus nutzen, wo die Atmosphäre gemütlich und rustikal ist. Wir werden hier sehr von Pfarrerin Konstanze Werstat unterstützt. Zudem hatten wir Veranstaltungen im Jugendzentrum Konfetti“, erzählt Mathis Bärmann weiter.
„Es treten Musiker und Bands ebenso auf wie Poetry-Slam-Interpreten mit ihren Gedichten oder Schauspieler, die Sketche vorführen“, schildert er die Bandbreite.

Große Abwechslung
„Wir strukturieren immer das Programm so, dass eine möglichst große Abwechslung gegeben ist“, beschreiben die Macher weiter.
„Bisher musste noch niemand abgewiesen werden. Wenn es viele Interpreten sind, verkürzt sich die jeweilige Auftrittszeit.“
Oftmals sind hier die Macher ebenfalls live zu erleben.

Traum vom Saxofon
Beide singen und spielen diverse Instrumente. Dazu gehört bei Mathis Bärmann neben Klavier vor allem das Saxofon, durch das er zur Musik fand. „Als Kind hatte ich erlebt, wie mein Cousin Peer Bärmann darauf spielte. Das wollte ich unbedingt ebenfalls. Allerdings fanden meine Eltern, dass es ungünstig ist, wenn das Instrument größer ist als der, der es spielt. Also ging es mit drei Jahren mit der Blockflöte los. Ich musste bis zur dritten Klasse warten, bis ich ‚reif‘ für mein Trauminstrument war. Damit konnte ich dann sogar in der Bigband der Musikschule auftreten. Als mein Bruder Jarne Bärmann Klavierunterricht nahm, hat mich das so gereizt, dass ich mir das Instrument selbst beibrachte“, gibt Mathis Bärmann Einblick in seine musikalische Entwicklung.
Der Bruder ist ebenfalls vielen in Bernau ein Begriff: Er tritt bei den Jugendweihe-Feiern und mit der Band „Die Pyjamas“ auf.

Schüler-Liebe
Das Privileg, die „Zahnputz-Inspirationen“ von Mathis Bärmann als erste zu hören, hat übrigens eine Studienkollegin und Mitbewohnerin. Pia Pauline Justiz und er waren Klassenkameraden und sind seit dem 16. Lebensjahr zusammen.
Während Mathis Bärmann Gymnasiallehrer werden will, möchte seine Freundin die Grundschulkinder unterrichten. „Sie kann meine Kompositionen mit dem Ohr einer ‚normalen‘ Konsumentin beurteilen“, erklärt Mathis Bärmann den Vorteil.

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