Willkommen in Bernau
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Lebensfreude und soziales Engagement: Gabriele Blank bringt mit der neubelebten Kalandsgilde Bernau überall ins Gespräch.

Kalandsgilde
Gabriele Blank
Adresse:0178/1972900
E-Mail:gblank@hotmail.de
Website:www.kalandsgilde.de

Alte Gilde macht neu von sich reden!

Stand: Dezember 2019

Die „Potsdamer Schlössernacht“ zieht Jahr für Jahr Besucher aus der ganzen Welt an. Seit neuem lernen die Gäste neben den Barockbauten des „Alten Fritz“ mit dem Schloss Sanssouci als Hauptattraktion ein Stück sehr lebendiges Bernau kennen. Dies ist der neu­aufgelebten Kalandsgilde zu verdanken!

Dann trifft man die umtriebige Altenpflegerin Gabriele Blank mit weiteren Bernauern in stilechter Rokoko-Ausstattung in dem UNESCO-Welterbe.
„Was wir hier zeigen, üben wir vorher bei mir zuhause in der Rollenhagenstraße“, verblüfft die frühere Betreiberin vom „Sozialkaufhaus“, das sie wegen Inhaberwechsels der Liegenschaft zu ihrem großen Bedauern aufgeben musste.

Wohltat und Festmahl
Ihre „soziale Ader“ hat sie allerdings behalten und deshalb die ziemlich älteste gemeinnützige Einrichtung der Stadt mit neuem Leben erfüllt: „Die Kalandsgilde wurde 1378 gegründet. Hier kamen wohlhabende Bürger am Monatsersten, dem ‚Kalandsersten‘ zusammen. Die Feierlichkeiten begannen in der Kirche, anschließend gab es eine Prozession.
Nach ihrem Werk der Wohltätigkeit kam man im Hause der Kalandsgilde zu einer Kapitelsitzung mit einem Festmahl zusammen“, hat Gabriele Blank herausgefunden. Hier kamen also Lebensfreude und soziales Engagement zusammen.
Daran knüpft die vor vier Jahren wiederbelebte Kalandsgilde jetzt an.

Präsent ohne Kosten
„Bei uns ist jeder willkommen, unabhängig von der Haushaltskasse. Es gibt keinerlei Vereinsbeiträge, bei uns ist alles kostenfrei“, lädt die Bernauerin ein. Durch die Kalandsgilde kommen die Aktiven zur Teilnahme an hochkarätigen Veranstaltungen wie der Schlössernacht. Sie halten die Fahne Bernaus im Karneval beim „Zug der fröhlichen Leute“ in Cottbus hoch, sind beim „Spreewälder Trachtenfest“ in Lübben zu sehen, bei der „Weihnachtsparade“ in Zepernick und natürlich beim Hussitenfest im heimatlichen Bernau. Besonders wichtig ist ihnen die Teilnahme am CSD, denn hier geht es ihnen um Flagge zeigen „für Leute, die in der Gesellschaft weniger anerkannt sind“.

Vom Baby bis zum Rentner
Insgesamt bringen sie es pro Jahr auf über 50 Auftritte.
„Die Kostüme wählen wir je nach Anlass. Wir haben davon etwa hundert in unserem Fundus. Die Frauen, die die Hälfte unserer zehn aktiven Erwachsenen ausmachen, sind alle im Umgang mit Nadel und Faden geübt“, gibt Gabriele Blank weiter Einblick. Übrigens gibt es bei ihnen keine Altersgrenze: „Beim Hussitenumzug hatten wir sogar ein Baby mit dabei. Bei uns sind momentan 20 Kinder und Jugendliche aktiv, die Erwachsenen sind im Alter von 18 bis 78 Jahren“, verweist sie auf eine große Bandbreite.
Nun hofft sie auf viele Bernauer, die Lust zum Mitmachen haben, wobei sie im Gegensatz zum Mittelalter nicht zur Kasse gebeten werden. Schließlich weiß der 22-jährige Matthias Blank, wie man mit Muttis Geld umgeht, ist er doch beruflich für die Sicherheit vom Berliner Dienstsitz von Finanzminister Olaf Scholz mit zuständig. Damit ist er an der Quelle für Geldfragen.