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Bernauerin überzeugt mit Geige, Film, Band und Fotos

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Regisseurin
Jil Lea Wende
Telefon:0 33 38/76 14 46
E-Mail:Jil.wende@gmail.com

Wunderkind am Regiepult?

Stand: Dezember 2018

Kino im Blut, so in etwa muss es bei einer jungen Bernauerin sein. Sie begann ihre Karriere mit fünf Jahren und schaffte es, gleich nach dem Abitur mit 19 Jahren, ihren ersten eigenen Film herauszubringen, der, ganz wie bei großen Regisseuren, Premiere in einem „richtigen Kino“ hatte.

Zu der Vorstellung im Kino „Arsenal“ in Berlin kamen weit über 200 Besucher. „Das war sehr beeindruckend“, ist Jil Lea Wende zu Recht stolz.
Damit hatte sie geschafft, was sie unbedingt wollte, nämlich den Beweis erbringen, dass sie dazu in der Lage ist, einen aufwändigen Spielfilm zu produzieren. „Als Regisseurin muss man genau wissen, was man will. Es schadet nichts, mit den Beteiligten die eine oder andere Szene zu besprechen, aber im Endeffekt heißt es, sich schnell zu entscheiden, denn Drehzeit ist kostbar!“

Fesselnder Kurzkrimi
In ihrem Erstlingswerk „Slave Trade“ packt sie ein aktuelles Thema in einen spannenden Kurzkrimi. „Nach einer Party werden zwei Mädchen auf dem Nachhauseweg gekidnappt, um im Darknet verkauft zu werden. So unglaublich das klingt, wir haben recherchiert, dass Menschenhandel so betrieben wird. Ich wollte mit dem Spielfilm auf dieses Problem aufmerksam machen“, erklärt Jil Lea Wende. Unter den Mitwirkenden war mit dem Bernauer Rainer Clemens ein Stunt-Profi, der in diversen Filmproduktionen, darunter „Good Bye, Lenin!“ oder „Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt“ mitgewirkt hat.

Festivals im Blick
Der Film wurde von der Regisseurin selbst finanziert und an Schauplätzen in der Region gedreht. „Die Partyszene mit 70 Mitwirkenden entstand im Heeresbekleidungsamt. Andere Einstellungen wurden in einer in der Nähe befindlichen Autowerkstatt gedreht“, gibt sie Einblick. „Größte Herausforderung war, wenn Akteure kurzfristig abgesagt haben oder mit erheblicher Verspätung kamen und so den Drehplan völlig durcheinander brachten“, gibt die Bernauerin den Blick hinter die Kulissen frei. „Als nächstes werden wir den Film auf Festivals zeigen“, kündigt sie an.

Kinofilme mit Stars
Jil Lea Wende hatte schon Filmluft geschnuppert, bevor sie in die Schule ging. „Ich zeigte als kleines Mädchen eine derart große Freude daran, mich zu verkleiden und in andere Rollen zu schlüpfen, dass mich meine Eltern zum ‚Galli Theater‘ in Berlin Mitte brachten, wo ich eine erste Schauspielausbildung bekam. Diese wurde mit der Agentur „Rietz Casting“ fortgesetzt. Ich war in Castings für Filme wie ‚Hände weg von Mississippi‘ von Detlev Buck, ‚Hier kommt Lola’ von Franziska Buch oder für ‚Wunderkinder‘ von Marcus O. Rosenmüller. Im Fernsehen war ich in der Sat1-Serie ‚Eva Blond‘ mit Corinna Harfouch oder in der RTL-Krimireihe ‚Im Namen des Gesetzes‘ zu sehen“, nennt sie einige Beispiele. „Das hat mir großen Spaß gemacht, doch ich dachte schon damals, dass es noch spannender ist, als Regisseur hinter der Kamera zu sagen, wo es lang geht!“

Geige als Konkurrenz
Die Filmkarriere bekam allerdings eine große Konkurrenz. „Ich entdeckte, dass mir Geige viel Spaß macht. Schließlich hatte ich sogar eine Rockband, wo ich E-Geige spielte. Ich nahm erfolgreich 2014 an ‚Jugend musiziert‘ teil. Als Band waren wir bei ‚Sound City‘, dem Wettbewerb der Musikschulen.“
Zusätzlich erforderte die Schule Zeit, so dass sie mit zwölf Jahren die Schauspielarbeit für den Film aufgab. Ein wichtiger Grund, wieder zu diesem Sujet zurückzukehren war ihre weitere Leidenschaft, das Schreiben.
„Ich verfasse seit meiner Kindheit Geschichten. Dabei wurde der Wunsch immer größer, diese zu visualisieren.“ Klänge spielen bei ihr eine große Rolle: „Wenn ich Musik höre, entstehen in meiner Vorstellung sofort dazugehörige Bilder.“

Mit Blau zum Erfolg
Zielgerichtet nahm sie an Praktika an der „Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf“ teil. Dort wurde sie sogar Produktionsassistentin für den Studentenfilm „Pitter“. Mit der Teilnahme an einem Jugendfilmcamp in Arendsee 2017 kam sie dem Traum von der Filmregie noch näher. Dort entstand in Gemeinschaftsarbeit ein Wettbewerbsbeitrag für das Züricher „ZFF 72 Festival“. „Hier ging es darum, einen Film von genau 72 Sekunden zu einem vorgegebenen Thema zu machen. Wir hatten dafür ‚Blau‘ zugeteilt bekommen. Es gab über 300 Einsendungen, wir kamen auf Platz drei.“ Noch wichtiger aber waren die Kontakte. So kamen viele Beteiligte an ihrem Erstlingswerk, unter anderem der Kameramann, aus dieser Verbindung.

Jugendbotschafterin 2018
Zudem ist die Bernauerin von einem starken sozialen Engagement geprägt: „Ich leitete zwei Jahre lang das Unicef-Junior-Team in Berlin“, unterstreicht sie dies. Als „ONE-Jugendbotschafterin 2018“ verweist sie auf zahlreiche Debatten mit Bundestagsabgeordneten. Zudem ist sie für „Weihnachten mit Frank Zander“ aktiv. Dabei werden Obdachlose zu einem Festessen eingeladen.

Neue Aufträge
Gerade ist sie dabei, für „Hermannfilm“ das Drehbuch für einen geplanten Film über „Straßenkinder in Berlin“ zu erstellen.
Einen weiteren Dokumentarfilm fürs Fernsehen hat sie ebenfalls in Planung: „Dabei geht es um eine deutsche Familie, die in einer entlegenen Gegend in Nepal eine Schule aufgebaut hat. Dadurch bekommen die dortigen Menschen erstmals die Möglichkeit zu Bildung.“